27.11.11

#SampleSunday - "Magische Geschichten": Weltweite Weihnachten


„Nein, und nochmals nein!“ Erbost hieb die Hexe Befana ihren Besen auf den Konferenztisch. „Ich bin jetzt fast dreitausend Jahre im Geschäft. Aber soviel Scheinheiligkeit ist mir noch nicht untergekommen.“
„Aber Befana, es war doch nur ein Vorschlag, künftig ins Ausland zu gehen“, versuchte das Christkind sie zu beschwichtigen. „Es muss doch auch in deinem Interesse sein, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen.“
„Hah! Jetzt, nachdem ihr mir den einheimischen Markt kaputt gemacht habt, kommt ihr damit! Unzählige Generationen von italienischen Kindern waren glücklich und zufrieden mit den Geschenken, die ich ihnen am 6. Januar brachte.“
„Wenn sie jetzt nicht mehr damit zufrieden sind, solltest du schleunigst überlegen, mit welchen Innovationen du  die Nachfrage förderst,“ warf Nikolaus ein.
„Das brauche ich nicht zu überlegen“, giftete Befana ihn an. „Meine Geschenke sind so gut wie eh und je. Solide Trentiner Handwerksarbeit. Aber ihr, ihr habt die Kinder unersättlich gemacht; erst das Christkind mit immer bombastischeren Weihnachtsgeschenken! In den letzten Jahrhunderten heizt du zusätzlich den Konsumrausch an, weil du schon einen Monat vor mir mit der Schenkerei anfängst. Und seit einigen Jahrzehnten drängt sich auch noch Lucia dazwischen, statt in ihrem Schweden zu bleiben, wo sie hingehört.“
„Ach Befana, wie gerne würde ich mich auf den schwedischen Markt beschränken. Bei dir gibt es ja nicht einmal überall Schnee.“
„Und hell ist es in Italien auch im Winter“, trumpfte Befana auf. “In Wirklichkeit braucht kein Mensch hier deine Lichter. – Konsumterror – nichts als Konsumterror.“
Lucia brach in Tränen aus: „Was soll ich denn machen? In Schweden gibt es jetzt überall elektrische Beleuchtung, in den Häusern und auf den Straßen. Mein Lichterfest ist nur noch Folklore für die Touristen. Ich bin immer weniger gefragt.“
Di-ver-si-fi-ka-tion,“ machte sich Knecht Ruprecht wichtig. „Das wäre die richtige Strategie gewesen. Aber inzwischen hast du dafür den Anschluss verpasst.“
„Ja, du Oberstratege!“ Jetzt wurde auch Lucia zornig.(...)

 Leseprobe aus: "Magische Geschichten". Anthologie. 
Als Taschenbuch: Die Print-Ausgabe ist bei Amazon erhältlich: auf allen europäischen und der amerikanischen Seite.
Als E-Book bei Google Play, Kobo, im Amazon Kindle Shop, auf iTunes, PagePlace bei  Smashwords, Beam eBooks soie bei Weltbild, Thalia, BILDebooks und weiteren Plattformen.
Worldwide: Auf internationalen Plattformen wie Kindle USA, Kindle UK , La Boutique Kindle , für den NOOK , im spanischen Casa del Libro, Diesel

20.11.11

#SampleSunday - Renntag in Kruschar

Wetten und Rennen

„Wie bitte? Du warst dir nicht sicher?”
Hollor schob den Kopf aggressiv vor und starrte Wribald ins Gesicht. Dann zog er deutlich hörbar Spucke im Mund zusammen und rotzte neben Wribalds rechten Fuß. Der verzog keine Miene, aber Sondria konnte ein Schaudern nicht unterdrücken. Hollor fixierte weiterhin stur Wribalds Augen, aber am Zucken seines Mundwinkels und der Augenbraue konnte sie sehen, dass ihm ihr Abscheu nicht entgangen war.
„Was genau war dir unklar an meinem Befehl? Der 'Findet sie, tötet sie und bringt mir ihre Beute'-Teil? Oder war es 'Findet sie, tötet sie und bringt mir ihre Beute“?'
Sie senkte den Kopf. So hatte sie sich das nicht vorgestellt, ihre erste Begegnung mit den glorreichen Rebellen, den Helden vom Ufer des Mondaugensees.
Die zerlumpten Gestalten, die sich um die beiden scharten, kicherten Zustimmung. Sondria holte tief Luft.
„Ist dir nach der Denk- nun auch die Sprachfähigkeit abhanden gekommen?” Hollor warf den Kopf in den Nacken und seufzte übertrieben. Dann wandte er sich betont langsam ihr zu; sie konnte seine Stiefelspitzen sehen, die sich in ihre Richtung drehten.
„Und wenn das mal nicht das Hürchen der Hexe ist. Statt der Dracheneier bringst du mir ein Weib. Typisch!”
Sondria schleuderte ihr Haar zurück und ihre Hand fuhr automatisch zum Kurzschwert an ihrer Hüfte. Oder genauer: dahin, wo es hätte sein sollen. Wo es gewesen war, bevor diese Vagabunden, die sich selbst die „Gerechten Rebellen” nannten, sie entwaffnet hatten. Es war ihr Glück gewesen, dass Wribald sie erkannte hatte; sonst hätte sie als reguläre Jagdbeute demjenigen der Männer gehört, der sie zuerst gesehen hatte.
„Lass sie in Ruhe. Sie gehört mir!” Wribald griff nach Hollors Schulter, aber der schüttelte ihn ab wie ein lästiges Insekt. Der Rebellenführer trat näher auf Sondria zu und griff ihr unters Kinn.
„Du sollst sie in Ruhe lassen!” Plötzlich schwang Wribald das Kurzschwert, das Sondria gerade vermisst hatte. Sie sprang vorwärts, um ihm in den Arm zu fallen, aber Hollor gab ihr einen harten Stoß vor die Brust, dass sie rückwärts auf die schlammige Erde taumelte. In derselben Bewegung riss er den Arm hoch, packte seinen Bruder am Handgelenk und drehte es brutal nach unten. Wribald schrie auf und ließ das Schwert fallen. Hollor ließ jedoch nicht los, er drehte solange weiter, bis sein Gegenüber mit schmerzverzerrtem Gesicht vor ihm kniete. Dann beugte er sich langsam vor und zischte ihm ins Ohr: „Kleiner Bruder, sieh dich vor. Du hast gerade eben den wahrscheinlich letzten Raubzug dieses Sommers vermasselt. Statt der Dracheneier bringst du mir diese Ketzerin, deren Gesicht sogar der Heilige selbst kennt. Statt Gold bringst du mir Tod und Verrat ins Lager; sieh dich vor! Blut mag dicker sein als Wasser, aber wenn man ein rechtes Loch in dich hineinschlägt, läuft es doch munter genug heraus.” Er stieß noch einmal nach, drückte die Nase des Geschlagenen in den Matsch und stolzierte schließlich davon. Über die Schulter rief er: „Deine neue Sklavin sollte dir ein Bad bereiten.” Dann war er weg, und mit ihm seine Männer.
Stille legte sich über die Szene, aber schnell drängten die Geräusche des Lagers sich in ihr Bewusstsein. Es war durch eine Baumreihe ihrem Blick entzogen und erstreckte sich längs des Seeufers. Eine Weile lag sie einfach so da und lauschte dem Klingen der Waffen, dem dumpfen Geräusch der Schleifsteine, dem Schnauben und Trompeten der Drachen, dem Plappern der Männer, den Schreien der Frauen. Sie lag da, starrte in den Himmel und fragte sich zum wohl millionsten Mal, warum ihr Leben sich so verändert hatte.
Die feuchte Nase Haruns riss sie in die Gegenwart zurück, und über ihr stand breitbeinig Wribald, mit schlammtriefendem Haar, und streckte ihr eine Hand entgegen. Sie griff zu und zog sich hoch. Etwas bohrte sich unangenehm in die weiche Sohle ihres Stiefels - ihr Schwert. Sie bückte sich, hielt dann aber inne und richtete sich wieder auf.
„Nimm’s ruhig, du kannst es tragen. Ich - ich erlaube es dir.” Wribald rieb sich etwas Matsch von der Stirn. „Na los!”

***

Vor seinem Zelt saßen zwei Mädchen von etwa zehn Jahren. Eins stocherte lustlos im Feuer herum, über dem ein Topf hing, das Andere schnippelte Yok-Wurzeln. Keines blickte hoch, als Wribald die Plane zurückschlug und ihr bedeutete, sie solle eintreten. Als sie zögerte, ging er voran; Sondria folgte ihm schließlich. Drinnen war sie immerhin vor dem schneidenden Wind geschützt, der jetzt so hoch in den Bergen schon eisig pfiff.
„Du hast Sklaven?” Sondria deutete mit einem Kopfrucken nach draußen. Wribald nickte nur und drehte ihr den Rücken zu, bevor er hinter einer Trennwand aus dünnem Stoff verschwand um sich umzuziehen. „Ich dachte, ihr kämpft für die Freiheit“, rief Sondria ihm hinterher. Wribald murmelte etwas, das sie nicht verstehen konnte. Wahrscheinlich war es auch egal, und Freiheit hieß mal wieder Freiheit für diejenigen, die sie sich auch leisten konnten. Mit geraubtem Gold ... „Was will Hollor denn mit den Dracheneiern?”
„Sie verkaufen, was sonst?”
„Aber wer würde denn Dracheneier kaufen? Nur die Elfen können damit umgehen.”
„Dann liegt nahe, sie an die Elfen zu verkaufen, oder?”
Sondria schüttelte den Kopf. „Warum sollten die Elfen Dracheneier kaufen? Sie produzieren sie.”
Wribald schnaubte ungeduldig und kam hinter dem Vorhang vor. Er blickte auf sie nieder und stemmte die Fäuste in die Seiten. „Was will der Heilige mit den Dracheneiern?”
„Woher soll ich das wissen? Und was hat das jetzt mit uns zu tun?”
„Hollor klaut die Eier hauptsächlich, weil der Heilige so sehr dahinter her ist. Ich glaube nicht, dass er sich groß Gedanken gemacht hat, was er damit anfangen will, ehrlich gesagt. Aber ich habe Gerüchte gehört - von einem Pakt mit den Elfen, die westlich des Sees siedeln.”
„Ein Pakt mit Elfen?” Das wurde ja immer wilder. „Tut mir Leid, dass ich dir den Raubzug vermasselt habe.” (...)

Leseprobe aus: "Renntag in Kruschar". Episode: "Wetten und Rennen". Fantasy. E-book.

13.11.11

#SampleSunday - Il drago e la principessa

 Questo è la storia di una principesaa così spaventata dalla presenza di un drago nel suo regno, che manda i suoi cavalieri e soldati contro il drago. In vano gli elfi vogliono aiutarlo. Come andrà salvarsi? Forse con la fuga presso il nemico della principessa? 


La giovane scrittrice ha mantenuto il semplice linguaggio di bambini. Quindi il libro è adatto anche per bambini chi cominciano a leggere nelle prime classe delle elementari.
Oppure chi impara l'italiano come lingua straniera.
 
(...) Nel frattempo Puff fa la passeggiata nel bosco, e poi torna dallo scricciolo.
Lo scricciolo scende dal cielo, si siede sull’albero e dice: “Che bello, piove, il sole tramonta e gli altri uccelli si nascondono sotto le foglie.”

Jago Jory riflette sulle parole della principessa e comincia a preoccuparsi per il drago. L’elfo va al campo militare.
Le tende sono tante, i soldati sono tanti, e tanti i cavalieri.
Jago Jory vede anche la tela e si meraviglia.
I soldati e i cavalieri limano le spade e ne fucinano altre. Hanno archibugi, archi con frecce e delle lance. Indossano le loro cotte di maglia.
Iniziano a trascinare la tela verso la strada.
Jago Jory osserva tutto e poi se ne va.


***

I soldati prendono la tela e ci mettono dentro soldati e cavalieri: così fanno finta che sia una femmina di drago. Prendono posto in mezzo alla strada. Dopo un’ora arriva il drago. I soldati e i cavalieri escono per catturarlo.
Ma è troppo grande. Tutto spaventato riesce a scappare.
Allora i soldati e i cavalieri si chiedono come fare.
I soldati e i cavalieri cercano il drago. Attraversano metà del regno.
Da lontano Puff vede i soldati e i cavalieri con le lance, gli archibugi e le spade. Dice: “Ma cosa fanno qui?”
Puff va cercare un nascondiglio dietro le rocce e nelle montagne. E allora entrain fondo a una caverna. “Così non mi vedono; spengo le luci, e rimango qui al buio.”
I soldati e i cavalieri hanno seguito il rumore dei passi del drago. Finalmente trovano qualche traccia. Arrivano alla caverna ed entrano.
Un orso, che dorme nella caverna, si sveglia e dice: “Cosa fanno da me? Sono in letargo.“
Scott dice: “Scusa, non volevo svegliarti.“
L’orso dice: “Cosa fate qui?”
Giuseppe risponde: “Siamo in cerca del drago.”
L’orso dice: “Qui non c’è un drago.”
E i soldati e i cavalieri se ne vanno. (...)
Estratto da "Il drago e la principessa". Racconto fantastico di Caterina Nikolaus. E-book.
Lettura facile per bambini o principianti della  lingua.
E-book:  Amazon, Kobo, Smashwords, su tutti i siti locali di iTunesGoogle Play   Barnes&Noble, Xinxii ed altre piatta-forme.

Deutsche Ausgabe: "Der Drache und die Prinzessin" auf den gleichen E-Book-Plattformen

Nel frattempo, su Amazon si trova anche una edizione tascabile in italiano e tedesco

6.11.11

#SampleSunday - The Christmas Witch

At Amazon and at Angus and Robertson available also in print. 

NEW in India: e-book at Flipkart


“No, and again no!” Infuriated, Befana, the witch, beat her broom on the conference table. “I’ve been in business for nearly three thousand years. But so much false holiness has never occurred to me.”
“Befana, it was only a proposal to go abroad in the future.” The infant Jesus tried to appease her. “Nevertheless, it’s in your own interest to find new sales opportunities.”
“Hah! Now, after you have destroyed my local market, you come around with that! Countless generations of Italian children were happy and pleased with the presents I brought them on the 6th of January.”
“If they aren't satisfied any more, you should consider some innovations to promote the demand,” Santa Claus said.
“I don't need to consider this,” Befana hissed at him. “My presents are as good as ever. Respectable Trentine craft work. But you, you’ve got the children insatiable. First the infant Jesus with more and more pretentious Christmas presents! During the last centuries you’ve heated up the consumerism, dropping off the gifts already one month before me. And since some decades even Lucia crowds in, instead of remaining in her Sweden where she belongs.”
“Oh Befana, with much pleasure I would limit myself to the Swedish market. You don’t even have snow everywhere.”
“And in Italy it’s bright in winter, too,” Befana crowed. “Here no one needs your lights. – Consumerism excess – nothing but consumerism excess.”
Lucia burst into tears. “What should I do then? In Sweden, there’s electric light everywhere, in the houses and on the streets. My light party is only folklore for the tourists. I am less and less in demand.”
Di-ver-si-fi-ca-tion.,” Farmhand Ruprecht made himself important. “This would have been the right strategy. But you’ve missed the connection.”
“Yes, you super strategist!” Now Lucia became angry, too. “You and Santa Claus, you have rented reindeers and a sleigh, and under the cloak of the international understanding you have spread your legend of Santa Claus everywhere in the world.”
“Take it easy now, guys.” Infant Jesus sighed. “With all this squabbling, we won't get anywhere. Let’s return to the facts.”
“Aye,” Santa Claus said. “And fact is that in the course of general globalization, a cultural-overlapping demand for Christmas arose. Through the traditional forms of the labor organization we can't handle the demand any more.”
“And we’re particularly glad,” the Infant Jesus added, “that children of all religions believe in the Infant Jesus. Hence, we must go forward in a strategic and clever way so we won’t disappoint this faith.”
“Well, you have a whole army of Christmas angels,” Befana moaned. “In future they should drag presents instead of just singing ‘halleluiah’.”
“If you can't master your work any more, stay away from our home markets,” Lucia suggested. “I’ll intercede with the boss in your favor. Maybe in addition to the reindeers, he will grant you a few elks for the transport.”
“Elks? What do I want with elks,” Ruprecht protested. “Reindeers are our brand.”
“Phh.” Befana laughed contemptuously. “You talk about di-ver-si-ca-tion, yet you don’t want your own vehicle park be di-ser-vi-cized. - Jesus, what word! –You probably don't even know what it means!”
“It’s called di-ver-si-fi-ca-ti-on:  variety,” Ruprecht said.
“You are hypocrites, yes!” Lucia interrupted him. “Befana is quite right. First you expand everywhere, can't get enough. And now that you can't master all those orders in time, you want to link us to your carriage.” Lucia jumped up in anger and her candle wreath started to sway critically.
Santa Claus stood, too. He thumped his rod at the table: “What’s the matter now, Lucia? You have profited for ages by our globalization strategy. Your candle business registers two-digit growth rates every winter.” (...)
read on ...


 Sample from "Magical Stories". Short story collection. Print and e-book. English edition of "Magische Geschichten".
E-book available at Kobo, Google Play, Amazon Kindle USA, Amazon Kindle UK, Barnes&Noble, at Flipkart for India, Angus and Robertson, at the different iTunes-stores wordlwide and at Smashwords, other retailers in Germany and Italy, and also in the French "Boutique Kindle", the German Kindle Shop.

Print edition at Amazon in USA, UK and Europe, at Barnes&Noble USA and at Angus and Robertson  in Australia